Kata

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Was ist ein Kata?

Kata bedeutet wörtlich: festgelegte Form. Auf Okinawa und nach der Einführung auf dem japanischen Festland bis in die 30er Jahre bestand Karate fast ausschließlich aus Katas. Kata gibt es nicht nur im Karate oder anderen Budokünsten, sondern in allen Formen traditioneller japanischer Künste. Durch die Katas wurden diese Künste von Generation zu Generation überliefert. Sie waren und sind die Textbücher dieser Künste. Kata ist geeignet, Beherrschung der Technik und besonders die innere Haltung zu schulen: Atmung, Ruhe, Gelassenheit, Sicherheit, Entschlußkraft, Kampfgeist, Rhythmus. Die Katas sind auch ideal zum Durchtrainieren des ganzen Körpers, weil in ihnen alle Technikene des Karate in ganz genau festgelegter Reihenfolge auftauchen. Vor allem durch das Studium der Katas erlangt man Harmonie und Rhythmus, gelangt zu inneren Gelassenheit, Sicherheit und Ausstrahlung. Die Koordinationsfähigkeit und die Konzentrationsfähigkeit werden durch das Erlernen und Üben von Kata ebenfalls gesteigert.

Etwa 70 Katas insgesamt werden heute in den verschiedenen Karatestilen zusammen geübt. Manche sind durch die Jahrhunderte überliefert, andere sind erst in neuerer Zeit entwickelt worden.

  • Jede Technik und jede Bewegung einer Kata ist in Reihenfolge und Richtung genau festgelegt.
  • Jede Kata beginnt mit einer Abwehrtechnik. Das soll den defensiven Charakter dieser Kampfkunst unterstreichen.
  • Jede Kata beginnt und endet an demselben Punkt.
  • Jede Kata läuft nach einem ganz bestimmten Schrittdiagramm ab.
  • Jede Technik und Bewegung der Kata, ob Angriffs- oder Blocktechnik, muss in ihrer Bedeutung klar verstanden sein und so zunächst bewußt und später unbewußt ausgeführt werden.

Die Bewußtheit beim Vorführen einer Kata erstreckt sich auch darauf, daß jede Technik gezielt ausgeführt wird, daß man die imaginären Gegner und ihre Angriffe ganz bewußt “sieht” und entsprechend reagiert. Diese Bewußtheit, diese Wachheit – Wachsamkeit – bezeichnet der Japaner als Zanshin. Dieser Begriff hat in allen Kampfkünsten große Bedeutung. Zanshin ist auch besonders wichtig am Schluß einer Kata, wo man voller kampfbereiter Wachsamkeit noch einige Sekunden in der letzten Technik verharrt und erst dann, wenn kein weiterer “Angriff” mehr erfolgt, langsam und ruhig wieder die Grundstellung einnimmt und sich dabei vollkommen löst, äußerlich und innerlich.

Kata

Im Shōtōkan werden folgende Kata trainiert (Quelle: Wikipedia):

Taikyoku shodan (大極初段) Bassai dai (抜塞大) Gankaku (岩鶴)
Heian shodan (平安初段) Bassai shō (抜塞小) Nijūshiho (二十四歩)
Heian nidan (平安二段) Empi (燕飛) Chinte (珍手)
Heian sandan (平安三段) Jion (慈恩) Sōchin (壮鎮)
Heian yondan (平安四段) Hangetsu (半月) Wankan (王冠)
Heian godan (平安五段) Kanku dai (観空小) Meikyō (明鏡)
Tekki shodan (鉄騎初段) Kanku shō (観空大) Gojūshiho dai (五十四歩大)
Tekki nidan (鉄騎二段) Jitte (十手) Gojūshiho shō (五十四歩小)
Tekki sandan (鉄騎三段) Ji’in (慈蔭) Unsu (ウンス)
Ten no Kata (天の形)

 

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